Coworkation Alps

Neues Modell für Regionalentwicklung gestartet

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Ein neuer Verein mit großen Zielen wurde im Mai 2019 gegründet: Die Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach als Initiator und die Standortagentur Tirol haben mit überregionalen Partnern aus Italien “Coworkation ALPS” gestartet. Mit diesem Zusammenschluss wollen sie die Infrastruktur für Coworkation im Alpenraum ausbauen und ein Netzwerk aus Gemeinden, Dienstleistern und Nutzern knüpfen.

Der Verein kann so Gemeinden und Unternehmer dabei unterstützen, die moderne Entwicklung der Arbeitswelt für sich zu nutzen und progressive Lebens- und Arbeitsräume zu schaffen.

Zu den 23 Gründungsmitgliedern gehören ArchitektInnen, Gastronomen, Vertriebs- und GesundheitsmanagerInnen. “Coworkation Alps gibt uns eine großartige Chance die Regionalentwicklung im ländlichen Bereich voranzutreiben, es kann ein Modell gegen Landflucht und Leerstand sein, und bietet die Chance für ein weiteres Standbein unseres Unternehmens”, erklärt Christof Schett.

 

Mit dem CoworkationALPS-Netzwerk wurde ein  Innovationsprojekt für den Alepneraum entwickelt. Die neuen Formen der Arbeit, auch New Work genannt, sollen in dem Vorhaben als Chance für den gesamten Alpenraum genutzt werden. Negative Trends, wie die Abwanderung von jungen, qualifizierten Bürgern, Leerstand, Arbeitslosigkeit oder die einseitige Entwicklung der lokalen Wirtschaft sollen mit Hilfe des modernen Konzepts, das Arbeit und Urlaub verbindet, abgefangen werden.
Veronika Müller, Projektmanagerin von CoworkationALPS erklärt dazu: „Coworkation ist eine moderne Idee, die vielseitig positiv wirkt. Die beteiligten Regionen positionieren sich als Anbieter einer Infrastruktur, die für eine fortschrittliche Art der Arbeit offen ist.“


Gründungstreffen im Hasenöhrlhof

Worum geht es bei Coworkation?
Eine Coworkation kombiniert ortsunabhängiges Arbeiten mit den positiven Aspekten eines Urlaubs: ein Arbeitsplatz mit Internetanschluss, voll ausgestattete Büroräume verbunden mit Bergblick, Ruhe und einem attraktiven Freizeitangebot. Eine Coworkation ersetzt jedoch keinesfalls den Erholungsurlaub, vielmehr ist das progressive Konzept dazu gedacht, die starren Strukturen der Arbeit zu öffnen. Wie eine Coworkation gestaltet ist, soll deshalb jeder nach seinem eigenen Bedürfnis wählen können.
„Wer seine Arbeit eigenverantwortlich organisieren kann, entscheidet selbst, wann er wandert oder schwimmt und wann ihr oder sein Arbeitspensum erfüllt wird. Bei einer Coworkation befindet man sich jedoch an einem Urlaubsort und kann dessen Vorteile genießen“, erklärt Veronika Müller das Prinzip.
Großes Potenzial liege im Netzwerken: Denn das „Co“ in Coworkation steht für gemeinsam. Auf Gleichgesinnte treffen, sich auszutauschen und dadurch neue Perspektiven auf Altbekanntes gewinnen, ist Teil des Konzepts. „Einige Destinationen legen deshalb Schwerpunkte auf Branchen und sprechen gezielt bestimmte Berufsgruppen an. Aber das ist natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten sich aufzustellen“, sagt Veronika Müller.
Trotz Arbeit entspannen, soll durch umfangreiche Freizeitangebote gelingen. In den Bergen wandern, mountainbiken, skifahren oder klettern, soll dank organisierter Rahmenprogramme genauso möglich sein, wie Wellness oder die Teilnahme an einem Coaching.

Coworkation - Neue Arbeitsumgebung auf Zeit

Vom Bergschuh in den Jour Fixe
Nicht nur die Freelancer und Selbstständige arbeiten heutzutage ortsunabhängig. Fast jeder, der seine Arbeitsmaterialien mit sich führen kann oder zum Arbeiten nur einen Computer braucht, könnte in einer Coworkation Destination arbeiten. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Coworkation sind vor allem eine gute Selbstorganisation sowie eine klare Vorstellung davon, wie viel gearbeitet und wieviel Zeit frei verwendet werden soll.
Die Gründe für eine Coworkation sind so individuell, wie diejenigen, die sie in Anspruch nehmen. Häufig werden der Wunsch nach einer neuen Arbeitsumgebung auf Zeit, Inspiration und Impulse oder der Austausch mit Gleichgesinnten genannt.
„Einfach mal aus dem Alltag rauskommen und mit frischem Wind an die Arbeit gehen, um Altes neuzudenken, wünschen sich viele. Unternehmen, die zukunftsorientiert handeln und sich agil aufstellen, schicken ihre Mitarbeiter bereits auf Coworkations“, erklärt Veronika Müller und fügt hinzu: „dazu gehören internationale IT-Unternehmen, Agenturen aber auch Automobilkonzerne und wir hoffen, es werden noch mehr.“

Rechts im Bild Veronika Müller die Projektleiterin von CoworkationALPS

Chancen für den Alpenraum
Wer Coworkations anbieten möchte, braucht eine professionelle Infrastruktur. Viele Gemeinden oder Destinationen haben bereits ein entsprechendes Angebot an Mobilität, schneller Internetverbindung und passenden Unterkünften. Jedoch sind Anbieter von auf Zeit mietbarer Arbeitsplätze oder Organisatoren für ein Coworkation nicht gleich zu finden. "Und hier möchten wir uns einbringen," so Christof Schett und begründet seine Mitwirkung: “als Veranstalter organisieren wir schon seit Jahren Aktivitäten im Alpenraum. Coworkation ist ähnlich, es geht um eine professionelle Vermittlung von Paketen”.
Der Verein nimmt seine Aufgabe wahr und berät mit seinem Netzwerk Gemeinden, Unternehmen und Privatinitiativen bei der Entwicklung eines eigenen Coworkation-Konzepts. “Gelingt es, Institutionen von der Umsetzung einer Coworkation zu überzeugen, so entstehen dadurch folglich auch neue Arbeitsplätze in der Region sowie profitieren bestehende Unternehmen und neue siedeln sich an. Automatisch passiert eine Fusion mit der Bevölkerung vor Ort, wodurch neue Ideen in den Alpenraum kommen – und darum geht es uns letztendlich auch”, weist Christof Schett auf.



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Autor

SMG

SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH

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